Kräuteranwendungen

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    Kräuterbrühen, Kräuterjauchen, Kräutertees

    Auszüge:

    Kräuter mit kaltem Wasser ansetzen und ca. 12 – 24 Stdn. in einem dunklen, kühlen Raum ziehen, aber nicht vergären lassen. Öfters umrühren. Verdünnung meist 1 : 10.

    Blütenextrakte:

    Blüten werden kurz vor dem Aufgehen abgeschnitten, angefeuchtet und stark zerkleinert. Anschließend die Masse in einen Textilsack geben und auspressen. Kühl in einem geschlossenen Fläschchen aufbewahren. Der Gehalt an Aromen ist kurz vor der Blüte am höchsten. Ernte am besten früh morgens an sonnigen Tagen. Langsam trocknen, Aufbewahrung in einem dunklen Glas.

    Jauchen:

    Kräuter in einen Sack stecken oder mit alter Gardine o.ä. umbinden, in ein Wassergefäß geben und mit einem Stein beschweren. Mit grobmaschigem Tuch oder engmaschigem Draht abdecken, damit keine Tiere ertrinken. Werden die Kräuter locker in einer Tonne aufgeschichtet und wird (Regen-)Wasser einige Zentimeter höher zugegeben (dabei aber das Wasser höchstens 8 – 10 cm bis unter den Tonnenrand auffüllen), entspricht das meistens der geforderten Rezeptur 1000 g/10 l. Luftzutritt muss gewährleistet sein. Täglich umrühren. Zur Geruchsunterdrückung Bentonit, Knochenmehl (wird aber von der AGOEL wegen BSE nicht mehr empfohlen), Steinmehl, Baldrian, Eichenblätter und/oder Kamille oder 2 Esslöffel eines Humofixansatzes (Beutel in 1 l Wasser anrühren, 24 Stunden stehen lassen) dazugeben oder für reichlich Luft(=Sauerstoff)-Zufuhr sorgen, z.B. mit einer kleinen Aquarienpumpe. Auch eine Abdeckung mit durchlässigem Stoff (Strumpfhose) mildert die Belästigung.

    Statt Humofix können natürlich auch die darin verwendeten Kräuter (Baldrian, Brennessel, Eichenrinde, Kamille, Löwenzahn und Schafgarbe) gesammelt und hinzugefügt werden. Wenn die Bläschenbildung beendet ist nach ca. 8 – 14 Tagen, kann nach einer Wartezeit von einer Woche die Jauche verwendet werden. Sie wird im allgemeinen nur auf den Boden ausgebracht und nicht auf die Pflanzen direkt gespritzt. – Bei Humofix-Zusatz ist der Einschluss der zur Jauche vorgesehenen Kräuter in ein grobmaschiges Gewebe nicht nötig, sie werden fast vollkommen zersetzt; aber sonst ist es von Vorteil, damit die Überreste der Kräuter nicht Hähne oder Gießkannendüsen verstopfen. Sie kommen auf den Komposthaufen.

    Gärende Jauche, 2-3 Tage alt, wird nur mit Brennesseln als wirksamer Substanz gegen Schadinsekten verwendet.

    Brühen:

    Kräuter 24 Stunden einweichen, 20 Minuten lang köcheln lassen, mit Abdeckung kalt werden lassen. Rest ausdrücken.

    Tees:

    Kräuter mit heißem Wasser übergießen und 24 Stunden stehen lassen, Kräuter mit äther. Ölen schon nach 1/4 Stunde spritzen. Wie auch bei sonstigen medizinischen Teezubereitungen immer den Teerest ausdrücken, damit möglichst alle Inhaltsstoffe verwertet werden.

    Aromatische Kräuter zwischen 9 – 12 Uhr sammeln, in den meisten Fällen kurz vor der Blüte. Im Schatten trocknen, bei trockener, warmer Luft. Aufbewahren in dunklen Gläsern oder Dosen, die mit Papier ausgekleidet sind, Plastikgefäße sind ungeeignet. Alle werden nach der vorgegebenen Zeit abgesiebt und dann verwendet. Das Abgesiebte kann in den meisten Fällen als Mulch verwendet werden, außer Rainfarn und Wermut.

    Bei Brühen und Tees empfiehlt es sich, eine kleinere Wassermenge als angegeben anzusetzen und später auf die angegebenen Mengen aufzufüllen. Niemals Metallgefässe verwenden, geeignet sind unversehrte emaillierte Behälter, Keramik- oder Plastikbehälter (PE). Allen Brühen und Tees etwa 1- 3 % Natrium-Wasserglas beifügen, es verstärkt die Wirkung und die Haftung, aber nicht auf die essbaren Teile von Gemüse spritzen, da es mit Wasser später nicht mehr zu entfernen ist. Lehmwasser (Bentonit) als Zutat verbessert ebenfalls die Haftfähigkeit. Ein Schuss Brennspiritus oder Sojaöl verstärkt die Wirkung von ätherischen Ölen. Auch ein Emulgator wie Lecithin ist in vielen Fällen zusätzlich angezeigt, wenn das Spritzmittel einen Ölanteil hat. Meistens genügen nur wenige Gramm, auch die Haftung wird dadurch verbessert. Spülmittel als Zusatz sind weniger geeignet, dafür besser gereinigte Schmierseife (Silberseife) verwenden.

    Algenextrakt

    0,1% beim Spritzen von Obstbäumen zusetzen, um die Wirkung zu steigern. Weder bei starker Sonnenstrahlung noch bei oder vor Regen spritzen, der Himmel sollte immer bedeckt sein (Ausnahme: Schachtelhalmbrühe, nur bei Sonnenschein, aber vor der Mittagshitze spritzen). Spritzen an drei Tagen hintereinander zur selben Zeit verstärkt die Wirkung gegen Pilz- oder Bakterienkrankheiten. Die beste Spritzzeit ist im allgemeinen der Morgen, dann kann die Spritzbrühe noch während des Tages abtrocknen. Dann werden auch keine Bienen gefährdet durch kalte Spritzbrühen. Niemals überdosieren, das kann zu Verbrennungen führen. Alle Spritzbrühen immer durch ein Feinsieb geben, sie verstopfen sonst die Düsen. Nicht verbrauchte Brühen in einen Behälter umschütten und bei Neugebrauch wiederum durch ein Feinsieb gießen. Nach Gebrauch Spritzgerät mit klarem Wasser füllen und solange spritzen, bis sauberes Wasser herauskommt. Feinsiebe ebenfalls sofort reinigen. Das gilt besonders für die pflanzlichen Spritzmittel. Pflegemittel müssen die gesamte Pflanze benetzen, auch die Unterseiten der Blätter. Zu feiner Spritznebel wird leicht vom Wind abgetrieben. Reste von Jauchen z.B. Brennesseljauche, können bis zum nächsten Frühjahr aufgehoben werden. Beim Gießen wird die Gießkanne ohne Brause benutzt. Nur vormittags gießen. Dabei darf die Pflanze keine Spritzer abbekommen. Vier Wochen vor der Ernte sollte man nicht mehr Jauchen ausbringen.

    Beim Sammeln nur gesunde Pflanzen abseits von Strassen verwenden, sie sollten immer trocken sein und in aller Regel von einem besonnten Platz. An einem luftigen Ort trocknen, nicht in voller Sonne. Ebenfalls an einem trockenen Ort aufbewahren. Die Wirkstoffmenge bei Kräutern kann je nach Boden und Lage schwanken, mehrere Versuche mit geringeren oder größeren Mengen müssen dann unternommen werden. Das gilt z.B. für den Rainfarn, von dem es verschiedene Rassen gibt, wovon einige besonders giftig sind.

    Kräuterbrühen oder -jauchen, vor allem solche mit Stickstoffgehalt (Beinwell, Brennessel), sind im Frühjahr, wenn der Boden noch kalt ist, nur wenig düngewirksam, weil die Umwandlung in aufnahmefähige Mineralien zu langsam vonstatten geht. Das gilt besonders für schwere Böden. Wenn auch Vliese und Folien nicht zur Bodenerwärmung ausreichen, sollte bei Stickstoffmangelsymptomen etwas Kalkammonsalpeter o.ä. bei stark zehrenden Pflanzen verabreicht werden. – Echte Kaliseife, 0,1% beigemischt, verstärkt die Haftung der Pflanzentees und -brühen entscheidend. Allerdings hat die Kaliseife den Nachteil, dass sie auch die nützlichen Tiere mit angreift. Deshalb nur vorsichtig verwenden bei starkem Befall.

    Kräuter, die im Frühjahr gesammelt werden, sind meistens am wirksamsten.

    Blattdüngung

    mit stark verdünnter Brühe oder Jauche (nie unter 1: 50) ist immer dann angesagt, wenn Nährstoffmängel wie bei Blattchlorosen usw. schnell behoben werden sollen. Sie helfen vor allen Dingen auch dann, wenn der den Pflanzen fehlende Nährstoff durch ein Ungleichgewicht im Boden festgelegt ist. Beste Zeit im Laufe des Morgens bei bedecktem Himmel. Siehe auch Artikel Blattdüngung.

    Vorrat an Eimern. Grundsätzlich sollten immer zwei Gefässe vorhanden sein.

    1. Ein Eimer für Beinwell, Brennesseln, Fenchelblätter, Rote Bete und andere stickstoffreiche Pflanzen. Sie regen immer das Wachstum an.
    2. Das zweite Gefäß füllt man mit Kamillenblüten, Lavendel, Pfefferminze, Schafgarbe, Salbei, Thymian und Zitronenmelisse. Diese Jauche fördert die Abwehrkräfte.

    Wer schon Erfahrung hat, kann weitere Tonnen hinzuziehen:

    1. Ein Eimer für Borretsch, Fenchel und Liebstöckl. Es kann auch Jätegut mit hineinkommen. Reich an Stickstoff sind auch z.B. Ehrenpreis, Hahnenfuß, Melde, Vogelmiere und alle grünen Wegelagerer, die keine Samen tragen.

    Ansetzen:

    Pflanzen grob zerkleinern und in das Jauchefaß schütten. Es sollte zu zwei Drittel gut gefüllt sein. Anschließend mit Regenwasser bis 10 cm unter den Rand aufgießen. Ein Deckjel verhindert, daß Vögel usw. in das Faß fallen. Man kann ein kleines Brett zwischen Deckel und Fass klemmen.

    Vergären:

    Schon zwei oder drei Tage später beginnt die Gärung. Da die Pflanzen anfangs nach oben schwimmen, rührt man ab und zu um. Die Jauche ist nach zwei bis drei Wochen vergoren, der Schaum hört auf.

    Geruch:

    Die meisten Jauchen riechen stark. Man sollte sie entfernt vom Haus aufstellen. Eingerührtes Steinmehl und das dort hergestellte Humofix bindet den Geruch ziemlich.

    Verdünnen:

    Die Jauchen müssen unbedingt verdünnt werden.

    Verwenden:

    Die beste Zeit zum Düngen ist kurz vor, während oder nach einem Regen. Nie die Jauche bei praller Sonne ausbringen.

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      Kräuterbrühen, Kräuterjauchen, Kräutertees: Rezepturen und Anwendungen

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      (Fortsetzung von Kräuterbrühen, Kräuterjauchen, Kräutertees)

      Die erste Zahl in der folgenden Liste gibt immer das Gewicht der frischen, die zweite das der getrockneten Kräuter an. Es folgt die Ansatzmenge des Wassers, dann die Verdünnungsstufe. Vorzuziehen ist Regenwasser, sonst abgestandenes Wasser. Beim Trocknen von Kräutern mit Gehalt an ätherischem Öl ist zu beachten, dass eine Temperatur von 35° nicht überschritten werden darf.

      Ackerschachtelhalmbrühe, Equisetum arvense:

      1.000 g/150 g/10 l Wasser, 1 : 5 bis 1 : 10 verdünnen. 24 Stunden einweichen und anschließend 1 – 2 Stunden köcheln, dann zugedeckt abkühlen lassen. Nur die unfruchtbaren, oberirdischen Triebe des Ackerschachtelhalms verwenden, andere Arten sind z.T. giftig (Sumpfschachtelhalm)°. Wiesen- (Equis. palustre) und Wald- (E. sylvaticum) Schachtelhalm sind unwirksam. – Sehr früh im Jahr treiben aus einem Wurzelstock (die Wurzelsprossen dringen bis zu einem Meter tief in den Erdboden vor) braune Sporentriebe mit endständiger Sporenähre. Erst Wochen später erscheinen die unfruchtbaren grünen Stängel, die für die Brühe genutzt werden. – Giftige Schachtelhalme haben stets fruchtbare grüne Triebe, die endständig die Sporenähre tragen. Diese sind bis zum Frühsommer erkennbar. – Sammelzeit ab 5 – 7. Im Herbst sind im Kraut nur noch unlösliche Kieselsäuren vorhanden, die keine Wirkung mehr haben. Nur gesundes Kraut sammeln. Ist es braunfleckig, kann es von dem Schmarotzerpilz Ustilago equiseti befallen sein, der Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Als Brühe (manchmal auch -tee genannt) auf die Pflanzen spritzen (Vorknospenspritzung, dann mehrnals im Frühling und Sommer wiederholen) gegen Blattfallkrankheit des Beerenobstes, Blattfleckenkrankheit, Braun- und Krautfäule der Kartoffeln (Knollen 15 Minuten in die Brühe tauchen) und Tomaten, Echten Mehltau (nicht bei Gurken, nur gering bei Rittersporn wirksam), Kräuselkrankheit des Pfirsichs, Lauchmotte (Gesamtverdünnung 1 : 25), echten Mehltau an Stachelbeeren, Monilia, Rost (Keimung und Entwicklung des Bohnenrostes), Salatfäule (bewirkt stärkere Wachsschicht der Blätter), Sternrusstau und Schorf. Zusammen mit 0,3% Schmierseife gegen Blattläuse und Spinnmilben. Als Jauche ganzjährig zusammen mit Brennesseljauche auf den Boden zur Pflanzenstärkung, aber auch gegen Blattläuse und Spinnmilben. Unverdünnte Brühe als Saatbeize gegen Auflaufkrankheiten, als Schutzmittel gegen Kohlhernie (Pflanzen vor dem Auspflanzen in die Brühe stellen) und zur Kräftigung von Zwiebelblumen. Schachtelhalmbrühe unverdünnt gemischt mit Lehm ist ein guter Stammanstrich für Obstbäume, der vielen Pilzkrankheiten vorbeugt.

      Vormittags bei Sonnenschein (nicht Prallsonne) die Brühe spritzen, einmal wöchentlich zur Vorbeugung, mehrmals hintereinander an drei folgenden Tagen zur gleichen Zeit bei Befall. Im Frühjahr und Herbst das ganze Gemüseland bespritzen mit 2/3 Schachtelhalmbrühe und 1/3 Rainfarntee. Weniger wirksam bei warmfeuchter Witterung. Schachtelhalm- und Brennesselbrühe werden oft zusammen angewandt. Der Ackerschachtelhalm enthält einen hohen Anteil an Flavonoiden (Kämpferol- u. Quercitringlykoside), Kieselsäuren (bis 8%, davon ist 1/10 wasserlöslich, in der Asche sind 70% Kieselsäuren), Schwefel, Mineralstoffen wie Kalium, organischen Säuren, Saponinen und Spurenelementen. Er stärkt das Blattgewebe und die Zellwände von Gemüse, Kräutern und Rosen durch Einlagerung von Kieselsäuren, die die Fresswerkzeuge von Schädlingen stumpf machen. Die Kieselsäuren sind auch verantwortlich dafür, dass Pilze von der Pflanze abgewehrt werden können. Er wächst in feuchten Gräben, auf Wiesen und Ödland, aber nur in sauren, lehmigen Böden.

      Auch für Topf- und Balkonpflanzen geignet. Vorbeugend einmal wöchentlich Pflanzen spritzen oder überbrausen, Verdünnung 1 : 10. Gleichzeitiges Angießen der Pflanzen mit Schachtelhalmbrühe verstärkt die Wirkung. Verjauchung ist auch möglich, sie dauert aber 3 – 4 Wochen. – Katzenschwanz u. Zinnkraut sind andere Namen.

      °Der Sumpfschachtelhalm gilt offenbar im englischen Sprachraum als Heilpflanze. Das schädliche Enzym Thiaminase macht im Körper das Vitamin B 1 (Thiamin) inaktiv, das Enzym wird aber durch Kochen zerstört. Er ist reich an Kieselsäure (10%), Alkaloiden (Palustrin, Plustridin), auch etwas Nikotin, Aconitsäure, Saponin, Oxalsäure und Mineralien. Er gilt als wirksames Fungizid gegen Mehltau, Pfefferminzrost und Sternrusstau. Er kann auch als Flüssigdünger benutzt werden.

      Baldrian, Valeriana officinalis: (Blütenextrakt)

      1 Tropfen/ 1 l Wasser, gut verrühren. Fördert Blüten- u. Fruchtbildung. In die Blüten spritzen. Erntevermehrung bei Bohnen, Erbsen, Erdbeeren, Gurken, Melonen, Zucchini. Größere Blütenfülle bei Cyclamen, Gladiolen, Rosen usw.

      10 Tropfen/ 1 l Wasser, gut verrühren: Saatbeizung, gegen Auflaufkrankheiten z.B. Umfallkrankheit, bei Tomaten und Porree (keine Leguminosen). Samen kurz vor der Aussaat eintauchen. Als Zusatz bei Spritzbrühen gegen Bräune- und Rostpilze.

      5 ml/10 l Jauche zur Geruchsbindung von Kräuterjauchen.

      3 ‰ mit Regenwasser mischen, gut verrühren für Kompostbereitung. 3 l reichen für 10 cbm oder 200 – 300 qm Fläche.

      5 ‰ für Bodenstimulierung im wöchentlichen Abstand direkt auf die Gartenerde spritzen.

      3 ‰ Frostschutz für Erdbeeren und Tomaten bis -3°. Die Pflanzen dürfen nicht nass werden, morgens Spritzung wiederholen. Für die Eigengewinnung von Blütenextrakt siehe unter Stichwort „Baldrian“. Auch die Präparate aus der Apotheke sind geeignet. Baldrian enthält Alkaloide, äther. Öl, bizyklische Sesquiterpene, Valepotriate.

      Basilikumtee, Ocimum basilicum:

      8 Teelöffel Kraut, getrocknet/1 l Wasser. Unverdünnt anwenden gegen Blattläuse und Spinnmilben an Blattpflanzen.

      Begonien Begoniengewächs:

      1 Pflanze mit Blüten zerkleinern und mit 10 l Wasser übergießen. 2 Stdn. ziehen lassen. Setzlinge damit eintauchen oder nach dem Setzen übergießen. Der Begonienauszug (Begonia cucullata bzw. Begonia semperflorens) wirkt abweisend auf Schnecken.

      Beinwell Symphytum officinale (Comfrey):

      1.000 g/100 g/ 10 l Wasser, 1 : 10 aus der ganzen oberirdischen Pflanze. Pflanzenstärkend, vor allem durch hohen Kalianteil, sonst wie Brennessel zu verwenden. Enthält Eiweiß, Kieselerde, Stickstoff und viel Kali, die Wurzel Allantoin, Asparagin, äther. Öl, Cholin, Flavonoide, Gerbstoffe, Pyrrolizidinalkaloide, Triterpene, Vitamin B 12. Die im Kaukasus heimischen Arten Symphytum asperum und peregrinum (= Comfrey) enthalten Vitamin B 12. Allgemein wird das Wurzelwachstum gefördert. Jauche alle 14 Tage dem Gießwasser beimengen. Fördert Knollen- und Fruchtbildung bei Kartoffeln, Kohl, Sellerie und Tomaten und durch das Allantoin der Wurzel die Keimung der Hyazinthenknollen. Allantoin beschleunigt die Verrottung von Stroh und cellulosehaltigen Pflanzen. Bei Blattdüngung auf Verhältnis 1 : 50 verdünnen. Unverdünnt dem Kompost beifügen bei Kalimangel. 1 : 5 verdünnt auch für Zimmerpflanzen geeignet. Beinwell- und Brennesseljauche werden oft gemeinsam angewandt, sie ergänzen sich in ihren Wirkstoffen.

      Beinwell zur Heilung der Zähne: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/zaehne-reparieren.html

      Berberitzenauszug:

      150 g frisches Kraut mit 1 l Alkohol 70% übergießen, 4 Stdn. ziehen lassen, danach Sud auf 1/10 reduzieren, den Alkohol also verdunsten lassen. Die verbleibenden 100 ml vor der Spritzung mit 4 l Wasser verdünnen. Gegen Feuerbrand. Behandlung während der Blütezeit, pro Pflanze 1/2 l des verdünnten Extraktes (Berberis vulg.). Die Blätter enthalten Alkaloide wie Berberin, Oxyberberin, Berbamin, Jatorrhizin u.a., Gerbstoffe, Harz, Wachs.

      Birkenblätterjauche:

      1.000 g/10 l/1 : 5. Nur frisches Laub verwenden. Wirkt vorbeugend gegen Schorf an Blättern und Früchten. Möglichst bei feuchtwarmem Wetter spritzen.

      Borretschauszug:

      1.000g/100g/10 l Wasser, Verdünnung 1 : 50. Borretsch enthält äther. Öle, Gerbsäure, Kieselsäure, Saponine, Schleimstoffe, Stickstoff. Zur schnellen Stickstoffdüngung und besseren Verrottung des Komposthaufens.

      Brennesseln Urtica urens:

      1.000 g/150 g/10 l Wasser, 1 : 10 – 20. Jauche und Kaltwasserauszug aus der ganzen oberirdischen Pflanze. Es werden die kleine und die große Brennessel verwendet, die kleine gilt als die aggressivere. Ernte bis kurz vor der Blüte und bei voller Sonne ernten, am besten im Mai, sie sollten möglichst einen vollsonnigen Standort haben. Nach dem Schnitt etwa 8 Stunden anwelken lassen, erst dann mit Wasser übergießen. – Die Jauche wird verwendet zur Wachstumsförderung und Stärkung, z.B. bei allen Gemüsepflanzen (besonders Gurken, Kohl, Porree, Tomaten und Zucchini, jedoch nicht für Bohnen, Erbsen, Knoblauch und Zwiebeln), Obst und Blumen. Als Nachblütenspritzung günstig für den Fruchtansatz bei Obstbäumen. Sie steigert bei Beerenpflanzen Ertrag und Inhaltsstoffe, der Geruch wirkt abwehrend auf Läuse und Spinnmilben. Topfpflanzen erhalten bei Welken ein Wurzelbad. Bei Setzlingen und Blattchlorose 1 : 20 anwenden, bei Chlorose vor Knospenaufbruch auf die Triebe spritzen. Ebenso Gemüse-, Obst- und Zierpflanzen alle zwei Wochen in dieser Verdünnung düngen. Unverdünnt dem Kompost beigegeben fördert sie den Rotteprozess.

      Der Kaltwasserauszug (12 Stdn. stehen lassen, höchstens 36 Stunden) kann gegen Blattläuse eingesetzt werden, die Spritzung muss dreimal hintereinander erfolgen an drei Tagen. 1 l Jauche + 0,5 l Schachtelhalmbrühe 1 : 50 stärkt die Pflanzen und tötet Blattläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen. Ein Gemisch mit Zwiebelbrühe hilft gegen Pilzbefall der Erdbeeren. Spinnmilben im Frühjahr vor Blatt- und Blütenbildung spritzen. Die Brennessel enthält viel Eisen und andere Mineralstoffe, Flavonoide, Karotinoide, Vitamine A + C, Phosphor, Kalium, Stickstoff (davon 40% Ammoniumstickstoff, der schnell pflanzenverfügbar ist) und vor allem Kieselsäure, die die Zellwände stärkt und damit die Abwehrkräfte. In den Brennhaaren sind Amine enthalten. Sie fördern die Grünbildung der Blätter. In Mischkultur mit Pfefferminze oder Tomaten. Blattgemüse reagiert im Frühjahr mit sichtbarem Erfolg auf Spritzung mit stark verdünnter Jauche.

      Kohl nicht zu oft gießen, die Jauche zieht die Kohlweißlinge an.

      Sammlung ganzjährig (Achtung Samen !, vor Gebrauch durch feines Sieb gießen), junge Pflanzen sind jedoch vorzuziehen. Die Verfügbarkeit von Stickstoff in organisch gedüngten Böden ist im Frühjahr gering, wenn der Boden noch feucht und kalt ist. Außerdem spielt der pH-Wert des Bodens dafür eine große Rolle. Es können dann bei starken Stickstoffzehrern (Kohl) Mangelerscheinungen auftreten, da die Bodenaktivität nicht ausreicht, den organischen Stickstoffdünger zu mineralisieren. In solchen Fällen entweder stark verdünnte Brennesseljauche spritzen oder mit einem Mineraldünger düngen. Brennessel- und Beinwelljauche, bzw. Brennessel- und Schachtelhalmbrühe werden oft gemeinsam angewandt, sie ergänzen sich in ihren Wirkstoffen. Bei Mischkultur Kohl/Salat kann es bei Jauchedüngung zur Salatfäule kommen. Bei Pfefferminze oder anderen Doldenblüten erreicht man wesentlich mehr ätherische Stoffe, wenn eine Brennessel daneben wächst. – Gegen das Hautbrennen hilft zerquetschter Spitzwegerich.

      Keimlinge, Jungpflanzen: 1 : 20.

      Gemüse, Blumen, gelegentliche Düngung oder regelmäßige Düngung von Starkzehrern. 1 : 10.

      Gemüse, Blumen, Obst bei regelmäßiger zweiwöchentlicher Anwendung und trockenem Boden, außerdem Mittelzehrer 1 : 20. Bei Blumen aufhören, sobald die ersten Blütenknospen angesetzt werden.

      Gemüse, Obst, Blumen bei wöchentlicher Düngung 1 : 40.

      Auf die Blätter als Blattdüngung gesprüht (nur bei bedecktem Himmel)1 : 50.

      Eichenrindejauche:

      150 g Rinde/10 l Wasser 1: 5. Nur Rinde von jungen Bäumen oder Zweigen von weniger als 6 cm Durchmesser verwenden ohne Algen- oder Flechtenbesatz. Bekämpft fast alle fressenden und saugenden Insekten, auch Ameisen. Hauptwirkungsbestandteil ist die Gerbsäure (Katechingerbstoffe). Saatbeize.

      Eichenblätterauszug oder -jauche:

      1.000 g/10 l/1:5 – 1 : 10. Verwendet werden das herabgefallene Herbstlaub und die Rinde als Mischung. Gegen fressende und saugende Insekten, z.B. weiße Fliegen und Pilzbefall im Gewächshaus. Unverdünnt die Jauche gegen Ameisen anwenden, übergießen. – Vor dem Auspflanzen den Boden mit dem Auszug begießen, besonders bei Gurken.- Als Zusatz von Kräuterbrühen wirkt der Auszug geruchsbindend und wehrt Schnaken ab.

      Esigbaumauszug:

      150 g frisches Kraut mit 1 l Alkohol 70 % übergießen. 4 Stdn. ziehen lassen. Danach Sud auf 1/10 reduzieren, den Alkohol also verdunsten lassen. Die verbleibenden 100 ml vor der Spritzung mit 15 l Wasser verdünnen. Behandlung während der Blütezeit gegen Feuerbrand. Pro Pflanze 1/2 l des verdünnten Extraktes (Rhus typh.). Anwendung auch gegen Blattläuse und Kartoffelkäferlarven.

      Farnkrautjauche:

      1.000 g/150 g/10 l Wasser, als Winterspritzung von Adler- oder Wurmfarn gegen Blatt-, Blut- und Schildläuse, ggf. bei Schild- und Schmierläusen 2% Brennspiritus und 1% Schmierseife zusetzen. Gegen Pilze, z.B. Rost an Rosen und Schwarzen Johannisbeeren usw. wirksam (unverdünnt). Gibt man einige zerstoßene Rosskastanien oder grüne Walnuss-Schalen hinzu, erhöht das die Wirkung.

      Farnkrauttee:

      1000g/150 g/1 l Wasser einen Tag stehen lassen, 30 Minuten kochen, dann 1 : 10 verdünnen. Einsatz gegen Blut-, Schmier- und Schildläuse. Adler- oder Wurmfarn.

      Adlerfarnjauche

      im Vorfrühling 1 : 10 verdünnt gegen Blattläuse, unverdünnt ganzjährig auf Boden und Pflanzen gegen Schnecken, auch für den Komposthaufen bei Mangel an Kali und Spurenelementen sowie der Schneckenvertreibung. – Adlerfarn und Wurmfarn enthalten in geringen Mengen giftige Stoffe, Phloroglucinderivate, Gerbstoff, Bitterstoff, Öl. Die Gifte sind bei normaler Dosierung für Mensch und Tier ungefährlich. Am Wurmfarn findet man kaum Schädlinge. Auch als Brühe einsetzbar. Als Extrakt 10 g zerstoßene Blätter zusammen mit 1 l Regenwasser in einer Flasche ansetzen, verkorken, nach drei Tagen abfiltern. Anwendung unverdünnt gegen Blutläuse nach Abbürsten der Herde. Danach vorbeugend alle zwei Wochen spritzen, bei Befall alle 3 Tage. Zusatz von zerstoßenen Rosskastanien oder grünen Walnuss-Schalen soll die Wirkung verbessern. 1 : 10 gegen Schildläuse auf Obstbäumen im Frühjahr, ab Juni 1 : 20. – Sammlung 6 – 9.

      Fencheljauche:

      500 g/10 l Wasser. Gute Düngewirkung im Wechsel mit Brennessel- oder Beinwelljauche.

      Holunderauszug:

      1.000/100 g/10 l Wasser, 1 : 5. Bei Verwendung von Herbstlaub die doppelte Menge nehmen. Die Blätter des Schwarzen Holunders können vorbeugend gegen den Kohlweißling und andere Schädlinge eingesetzt werden. Auch in die Gänge von Wühlmäusen und Maulwürfen und in die Ameisennester gießen, unverdünnt. (Jauche wirkt ebenfalls). Blätter, unreife Früchte und Rinde enthalten ein Blausäure abspaltendes Glykosid. Wird oft auch anderen Kräutertees zugesetzt zur Verstärkung der Wirkung. Holunderzweige in Tür- und Fensterrahmen wehren Insekten ab, z.B. Fliegen von der Wohnung.

      Johanniskrautauszug:

      Drei Triebe kopfüber in ein Gefäß stecken und darüber 1 l Wasser gießen. Mit diesem Auszug Blumen und Gemüse besprühen. Stärkungsmittel lt. Abtei Fulda. Nur Tüpfel-Hartheu (Hypericum perforatum) verwenden: Zweikantiger Stängel. Blätter, gegen das Licht gehalten, zeigen helle, kleine Punkte. Blütenblätter zerrieben, verfärben sich blutrot. Ernte um den 24.6. herum bei voller Blüte.

      Kamille Matricaria chamomilla:

      1 Handvoll Blüten/1 l kaltes Wasser oder 50 g getr. Blüten/10 l Wasser, 4 – 5 Tage ziehen lassen. Wirkt unverdünnt als Brühe oder Tee antibakteriell, gegen Fäulnis- und Wurzelkrankheiten. Saatbeize für Erbsen und Bohnen 24 Stdn. Nematodenhemmend im Umkreis von 1 m. Fördert Kartoffeln, Kohl, Porree und Sellerie (Feind Pfefferminze). Fördert Verrottungsprozess des Kompostes, hemmt Fäulnis. Kann 1 : 5 über Pflanzen und Boden gespritzt werden zur Pflanzenstärkung oder dem Gießwasser zugegeben werden, höchstens zweimal im Monat. – Braucht leicht lehmigen, tiefgründigen und nährstoffreichen Boden. Enthält äther. Öl (Chamazulen, Alpha-Bisabolol), Cumarine, Flavonoide. Die Jauche kann gegen Wurzelkrankheiten eingesetzt werden.

      Kanadische Goldrute Solidago canadensis:

      Auszug gegen Krautfäule an Kartoffeln und Tomaten. Vorbeugend gegen echten und falschen Mehltau, einmal wöchentlich. Kraut kleinschneiden, mit kochendem Wasser übergießen und eine Stunde ziehen lassen.

      Kapuzinerkresse-Extrakt:

      2.000 g/10 l Wasser Kaltwasserauszug gegen Raupen. Blätter und Stängel verwenden. Kochendes Wasser über das Kraut gießen, bis es bedeckt ist. 15 Min. ziehen lassen, abfiltern. Unverdünnt gegen Blutläuse (pinseln) und Krebswunden der Obstbäume.

      Kartoffeltee:

      Unverdünntes Kochwasser auf Blattläuse spritzen, schonend, gut bewährt bei Rosen.

      Kermesbeeren Phytolacca acinosa:

      2 Esslöffel der getrockneten und gemahlenen Beeren 30 Minuten in 1 l Wasser ziehen lassen. Phytolacca acinosa Auszug am Beetrand versprühen. Er reizt die Schleimhäute.

      Knoblauchtee:

      80 g kleingehackte Zehen/1 l Wasser, 1 : 5 bis 1 : 10 verdünnen gegen Blattläuse, Echten Rosenmehltau, Gurkenmehltau, (Brombeer-, Erdbeer-)Milben, Pilzkrankheiten an Beerenobst, Kartoffeln und Tomaten (Kraut- und Braunfäule, unverdünnt spritzen, bei Befall zweimal wöchentlich), Schimmel und Schorf, wiederholen alle 4 Tage bei Befall. Bei Milben dreimal wiederholen alle 3 Tage, auf Boden und Pflanzen spritzen – günstigster Zeitpunkt ist A 5, bei 10° und höher. Nach der Ernte erneut wiederholen.

      :

      500 g/10 l Wasser, 1 : 10. Über den Boden gießen, erhöht die Abwehrkraft. Gegen Pilzkrankheiten an Erdbeeren und Kartoffeln.

      Knoblauch-Saatbeize:

      100 g/1 l Wasser, 1 Std. einweichen, Saatbeize gegen Auflaufkrankheiten.

      Knoblauch/Zwiebel-Auszug:

      500 g Knoblauch + 500 g Zwiebeln/10 l Wasser, 1 : 10, 24 Stdn. ziehen lassen, auf Baumscheiben und Beete gießen. Steigert die Abwehrkraft gegen Bakterien- und Pilzkrankheiten, z. B. von Erdbeeren und Kartoffeln, Kräuselkrankheit der Pfirsiche, ggf. Blätter von Schwarzen Johannisbeeren hinzufügen. Nicht bei Bohnen, Erbsen und Kohl anwenden. Vertreibt Engerlinge. Gegen Blattläuse, Milben und Schnecken. Die Jauche kann auch gut mit Zwiebeljauche vermischt werden. Hemmt noch in Verdünnung von 1 : 125000 das Wachstum von Bakterien, Bazillen, Hefen und Pilzen. Die Zwiebeln enthalten Allicin (wirkt antibiotisch, entwickelt sich durch ein Ferment aus Alliin), Cholin, Fermente, Hormone, die ähnlich männl. u. weibl. Geschlechtshormonen wirken, Jod, Rhodanwasserstoffsäure, Vitamin A, B1, Nicotinsäureamid, Vitamin C, in den Ölauszügen Ajoin und Dithiine. – Spritzung gegen Erdbeermilben erst bei 10° und höher, erstmalig 5, dann wieder nach der Ernte.

      Kohltee oder -jauche:

      Äußere Kohlblätter, besonders geeignet sind Grünkohl und Wirsing, etwas zerschneiden und mit siedendem Wasser übergießen, so dass alle Blätter bedeckt sind. Mehrere Stunden stehen lassen. Dann 1 : 10 verdünnen und mehrmals im Jahr auf die Beete gießen, auf der Kohlhernie festgestellt wurde. Diese dürfen aber nicht mit Kreuzblütlern bepflanzt sein. Die Dauersporen des Pilzes werden dadurch zum Leben erweckt und sterben ab, weil der Kohltee nicht zum Überleben ausreicht.

      3.000 g/10 l , 1 : 20 als Jauche zur Düngung von Bohnen, Gurken, Kartoffeln, Kürbis, Sellerie und Tomaten.

      Kompost-Wasser:

      Grauschimmel, Braunfäule, Krautfäule an Kartoffeln und verschiedene Echter-Mehltau-Pilze haben das Nachsehen. Jungen Komposttee herzustellen: Man füllt einen Eimer zur Häfte mit frischem Kompost und gießt mit Regenwasser auf. Zwei – drei Löffel Steinmehl oder eine Tasse voller Algenextrakt halten die Mikroorganismen bei Laune, ebenso die leicht verdauliche Nahrung wie Zucker (5 g/l). Den Eimer stellt man warm (20 – 25°) und rührt täglich zwei- bis dreimal kräftig um. Nach etwa einer Woche seiht man die Brühe ab, verdünnt sie 1:5 bis 1:10 mit Regenwasser und sprüht damit die Pflanzen wöchentlich tropfnass. Es ist wichtig, auch die Blattunterseiten zu benetzen. Da der Auszug lebende Mikroorganismen enthält, ist er nur begrenzt haltbar. Innerhalb einer Woche sollte man ihn verbrauchen und deshalb alle ein bis zwei Wochen neuen Komposttee ansetzen.

      Löwenzahnjauche:

      2.000 g/200 g/10 l Wasser, unverdünnt oder 1 : 5 verdünnt. Die unverdünnte Jauche aus Wurzel und blühender Pflanze in Frühjahr und Herbst auf den Boden spritzen. Sie fördert das Wachstum und die Fruchtqualität von Beeren- und Baumobst, dient auch als Kompostbeigabe. Das tut vor allem den gelbblättrigen Birnbäumen gut und auch den Tomaten. Auch geeignet für Kopf- und Blattkohlarten. Vor Laubaustrieb Beerensträucher und Obstbäume damit gießen oder verdünnt die Beerensträucher damit besprühen. Im Juni und Juli zweimal unverdünnt Erd- und Himbeeren damit gießen für bessere Qualität und höheren Fruchtansatz.

      Löwenzahntee:

      150g/15 g /1 l kochendes Wasser. Im Frühjahr über die Pflanzen spritzen, dient zur Wachstumsregulierung und der Qualitätsverbesserung der Früchte. Enthält äther. Öle, Bitterstoffe, Carotine, Flavonoide, Fructose, Gerbstoffe, Inulin, Kalzium, Spurenelemente, Schleimstoffe, Sterole, Triterpene, Vitamine.

      Mahonienauszug:

      150 g frisches Kraut mit 1 l Alkohol 70 % übergießen. 4 Stdn. ziehen lassen. Danach Sud auf 1/10 reduzieren, den Alkohol also verdunsten lassen. Die verbleibenden 100 ml vor der Spritzung mit 2 l Wasser verdünnen. Behandlung gegen Feuerbrand während der Blütezeit. Pro Pflanze 1/2 l des verdünnten Extraktes. (Mahonia aquif.)

      Maiglöckchenjauche:

      Sammeln, sobald das Kraut beginnt zu vergilben. Verwendet wird das Kraut und die Wurzeln. Das Kraut lässt man stark anwelken, die Wurzeln werden gequetscht. Beides wird in eine Tonne (wie immer nicht aus Metall) dicht geschichtet. Oben legt man einen Deckel auf, der einen Rand von etwa 1 – 2 cm frei lässt. Er muss gleichmäßig beschwert werden, so dass er bei der Befüllung mit Wasser nicht kippt. Das Wasser muss eine Handbreite über dem Deckel stehen. Danach wird die Tonne mit einem Verschlußdeckel abgedeckt, der nur lose aufliegt, aber verhindert, dass Regenwasser in die Tonne läuft. Die Tonne bleibt bis zum Frühjahr in dieser Form stehen, die Jauche wird nicht gerührt. – Diese Jauche wird benutzt, um die Ausbreitung der Maiglöckchen zu unterbinden. Siehe ‚Maiglöckchen‘. Diese Pflanze ist stark giftig, Umsicht und Vorsicht ist geboten.

      Maiglöckchensaft + Lebermoosextrakt (Mischung) können gegen Schnecken und andere Schädlinge eingesetzt werden. Beide Säfte dringen nicht in die Nutzpflanzen ein, sie werden vor Gebrauch nur abgewaschen. Vorsicht bei Kindern!.

      Meerrettichbrühe:

      300 g/30 g/10 l Wasser, unverdünnt, aus Blättern und feingeschnittenen Wurzeln, gegen Monilia, direkt in die Blüte spritzen zusammen mit 3% Wasserglas, wiederholen. (Andere Rezepturen: 800 g frische Blätter oder 300 g fein geraspelte Wurzel auf 2 l Wasser, unverdünnt. 40 g Blätter und Wurzeln/5 l Wasser).

      Meerrettichtee:

      100 g/10 g/1 l Wasser, 24 Stdn. einweichen, unverdünnt gegen Auflaufkrankheiten als Saatbeize. Mit einem Liter Wasser verdünnt mehrmals gegen Moniliafruchtfäule von Kernobst direkt in die Blüten. Enthält antibakteriell und fungizid wirkende Senföle, die die Keimung der Sporen verhindern. – Auf jeden Fall bei Spitzendürre vorher die befallenen Zweige abschneiden, weit ins Gesunde.

      Moosextrakt:

      50 g getrocknetes Moos/1 l Wasser. Kaltwasserauszug 1 Tag lang ziehen lassen, filtern, unverdünnt anwenden. Oder: 50 g getrocknetes Moos/0,1 l Alkohol 30%, verdünnen auf 20 l. Oder ein zylindrisches Gefäß zu einem Viertel mit Moos befüllen, anschliessend (Regen-)Wasser bis zum Rand auffüllen, 1 Tag ziehen lassen und filtern. Unverdünnt anwenden. Grundsätzlich können fast alle Moosarten verwendet werden, aus Umweltschutzgründen sollte man das Rasenmoos nehmen. Die Torfmoose sind in Deutschland geschützt. Am wirkungsvollsten sind außer Torfmoos Lebermoos und Laubmoos. Sie dienen als Abwehrmittel gegen Schädlinge wie Schnecken (direkt auf die Pflanzen spritzen), vorbeugend antimikrobiell und fungizid gegen Echten Mehltau an Rosen, Grauschimmelfäule an Blumen, Erdbeeren, Paprika, Salat, Tomaten, Wein, Kraut- und Knollenfäule der Kartoffeln, Blatt- und Fruchtfäule der Tomaten, Falscher Mehltau an Weintrauben. Bei Befall alle paar Tage Spritzung mit der vierfachen Menge wiederholen, vorbeugend alle paar Wochen anwenden. Gegen Schnecken nach jedem Regen zusätzlich. – Der unverdünnte Moosextrakt mit Alkohol hält sich längere Zeit.

      Niemsaatauszug:

      400 g gemahlen/ 10 l (warmes) Wasser. Nach einem Tag abfiltern. Dieser Auszug hemmt Schimmelpilze und bewirkt Störungen bei der Häutung, vermindert die Fähigkeit zur Eiablage bis zur vollständigen Sterilität. Hat bei vielen Insekten eine frassabschreckende Wirkung. Anwendbar gegen Falter, Grillen, Insekten, Käfer, Motten, Spanner, Zünsler. Die Larven von Ameisen, Bienen, Ohrwürmern und Spinnen sind nicht empfindlich. Der Hauptwirkstoff Azadirachtin ist noch bei einer Verdünnung von 1 : 10 Mill. wirksam. Der Wirkstoff zersetzt sich in wenigen Tagen in ungefährliche Rückstände. Außerdem kann der Presskuchen auch direkt der Erde beigemischt werden. Er hat dann systemische Wirkung gegen Läuse und Nematoden. Junge Pflanzen erhalten durch einen Zusatz von Presskuchen Auflaufschutz. Bei Topfpflanzen gibt man etwa 15 g zu 1 kg Blumenerde, ältere Pflanzen vertragen das doppelte. – Siehe auch unter „Niemsaat“ unter Rezepturen/Stärkungsmittel.

      Orangenschalenjauche:

      1.000 g/200 g/ 10 l Wasser in die Nester von Ameisen gießen. Sie werden dadurch vertrieben. Das gleiche gilt für Pomeranzenschalenjauche. Enthält äther. Öl, Bitterstoffe, Hesperidin, Gerbstoff.

      Quassiabrühe:

      250 g Späne/2 l Wasser, einweichen, kochen. Nach Erkalten evt. 500 g Schmierseife zugeben und 1 : 20 verdünnen. Ein tödliches Fraß- und Kontaktgift gegen alle Blattläuse, Blattwanzen, Insekten, Raupen und Sägewespen aus tropischem Bitterholz. Wirksam auch gegen Nützlinge. Wartezeit 7 Tage. Auch im Innenbereich als Vorratsschutz einsetzbar, die Wirkung hält einige Tage an. Während der Vegetationsperiode anwenden. Nicht auf Salat spritzen wegen des Zusatzes von Schmierseife. Holz kann mehrmals ausgekocht werden. Auch als Pulver zum Zerstäuben geeignet. Für Menschen und andere Warmblütler harmlos. Enthält Bitterstoffe und Alkaloide.

      Rainfarn Tanacetum vulgare:

      300 g/30 g/10 l Wasser als Brühe, Jauche oder Tee. Kraut mit Blüte (6 – 9) sammeln und ganzjährig gegen Ameisen, Blattläuse, Erdraupen, Insekten, Wurzelläuse anwenden. Im Frühjahr oder Herbst als Brühe gegen Blattwespen, Brombeer- und Erdbeermilben, Erdbeerblütenstecher, Erdflöhe, Himbeerkäfer, Himbeermilben, Mehltau, Nematoden, Rost, Spinnmilben an Gemüse, ggf. auch mit der zweifachen Wassermenge verdünnt. Zur Flugzeit von Apfelwickler, Frostspanner, Kohlweißling und Möhrenfliege (auch als gehäckseltes Kraut gegen die Möhrenfliege), die dadurch abgeschreckt werden. Mehrmals auf die Baumscheibe von Kirschbäumen gießen als Vorbeugung gegen die Kirschfruchtfliegen des folgenden Jahres. – Sonst im Winter auf die Pflanzen, im Sommer auf den Boden spritzen. Abends spritzen wegen Bienenflug. Nur bei Bedarf anwenden, alle 3 – 5 Tage, nicht überdosieren. Mehltau und Rost: Unverdünnt, im Sommer 1 : 3. Gallmilben an Schwarzen Johannisbeeren: Unverdünnt im Winter und Frühjahr spritzen. Zur Nachblütenspritzung 1 – 2 fach verdünnen. Gegen die Blattfleckenkrankheit bei Kartoffeln und Tomaten je 5 l Rainfarnbrühe + Schachtelhalmtee + 100 g Kochsalz spritzen. Brühe gemischt mit Schachtelhalm beugt Pilzbefall vor: Je 200 g/20 g/10 l über Nacht einweichen, 1/4 Std. kochen, unverdünnt spritzen. Wirkt auch gegen Blattläuse. – Kann auch gegen Ameisen direkt angewandt werden, in das Ameisennest einen Stängel der Pflanze hineinstecken. Enthält viele äther. Öle mit -giftigem- hohem A-Thujon-Anteil, Pyrethrine (Monoterpenoide), die als Kontaktinsektizide wirken, Bitterstoffe, Glykosid, Bitter- und Gerbstoffe, Vitamine. – Es gibt verschiedenen Rassen des Rainfarns mit sehr unterschiedlicher Giftigkeit, es soll schon Todesfälle beim Trinken von Rainfarntee gegeben haben. Es empfehlen sich vor Anwendung Tests auf Verträglichkeit an einem kleinen Teil der zu besprühenden Pflanze. Der Rainfarnanteil kann ggf. auf 500 g erhöht werden bei geringerem Wirkstoffgehalt. Anwendung nur mit äußerster Vorsicht und wenn andere Maßnahmen nicht greifen. Diese Brühe wirkt nicht selektiv! Wachstumshemmend, nicht über den Komposthaufen entsorgen. – Der Blütenstaub ist wichtig für Schwebfliegen. – Wartezeit 7 – 10 Tage, bei Rhabarber und Sellerie 4 Wochen. Das Thujon wird unter UV-Einwirkung oxidiert und damit unschädlich gemacht. Auch die Pyrethrine verlieren schnell ihre Wirksamkeit.

      Rhabarberblätterbrühe:

      1.000 g/100g/6 l Wasser, Kochzeit 30 Minuten. Unverdünnt an 3 Tagen hintereinander die Pflanzen spritzen. Gegen Lauchmotten und schwarze Läuse auf Bohnen, Holunder und Sauerkirschen.

      Rhabarberblättertee:

      1.000 g/100g/10 l Wasser. 1 Stunde ziehen lassen. Enthält versch. Säuren (z.B. Oxalsäure) und Anthrachinone. Gegen Bohnenblattläuse besonders wirksam, Lauchmotten und Raupen. Ggf. bei geringem Erfolg die Dosis verdoppeln. Zusammen mit Steinmehl vorbeugend gegen echten und falschen Mehltau.

      Rhabarberblätterjauche:

      1.000 g/100g/10 l Wasser. Anschließend 2 : 1 verdünnen, stärkt Kohlpflanzen. Unverdünnt gegen Schnecken einsetzen, zwischen die Reihen gießen, hinterlässt einen weißen, schleimigen Belag, den die Schnecken meiden. Im Verhältnis 1.000 g/100 g/2 l Wasser gegen die Kraut- und Braunfäule der Kartoffeln vorbeugend wöchentlich spritzen, er verzögert die Infektion.- Nicht wirksam bei der Kraut- und Knollenfäule der Tomaten.

      Ringelblumenjauche:

      Beliebige Menge der oberirdischen Pflanze in ein Gefäß geben, mit Wasser auffüllen. Nach spätestens 2 Wochen 1 : 10 – 20 verdünnen. Geeignet für Gemüse, Obst, Zierpflanzen, besonders geeignet für Kohl, Petersilie und Tomaten. Schwach düngend, stärkt die Gesundheit, Wachstum und Abwehrkraft. Anwendung nach Regen am wirksamsten. Antiseptisch, bakterizid. Blüten enthalten äther. Öl, Bitterstoffe, Calendula-Sapogenin, Carotinoide, Fermente, Flavonoide, Glykoside, organ. Säuren, Saponine, Schleime, Xanthophylle.

      Rote-Bete-Jauche:

      1.000 g/10 l, 1 : 10 (Blätter und Stängel). Dient dem Wachstum von Rasen, besonders neu angelegtem und Strapazierrasen, zweimal wöchentlich. Ergibt ebenso wie Spinat eine sehr stickstoffreiche Jauche.

      Salbeisud:

      300 g/30 g/1 l Wasser gegen Insekten, kleine Kohlfliege, Kohlweißling, Schnecken. Enthält äther. Öl, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe. Wirksamer Salbei muss Sonnenlage haben.

      Schafgarbe Achillea millefolium:

      200 g/20g/1 l Wasser, 1 : 10 verdünnen als Kaltwasserauszug. Nur die Blüten verwenden. Stärkt gegen Pilz- und Insektenbefall. Auch als Beimischung zu anderen Spritzbrühen gegen Pilzbefall. Fördert die Rotte.

      Schwarze-Johannisbeerblätter-Auszug:

      Gegen Schnecken. Blätter enthalten äther. Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Vitamin C.

      Schwarzer Holunder Sambucus nigra:

      Es wird empfohlen, die Widerstandsfähigkeit gegen Mehl- und Russtau, Monilia, Rost, Schorf und Wühlmäuse zu erhöhen. Brühe, Kaltwasserauszug, Jauche und Tee.

      Staudenknöterich Sachalin-Staudenknöterich:

      Tee von den Blättern spritzen gegen Mehltau der Begonien, Gurken und des Phlox), Grauschimmel der Erdbeeren und der Krautfäule der Tomaten.

      Tannenzapfen – Abkochung

      gegen Schnecken über den Boden gießen. Enthält Gerbstoffe.

      Thujajauche:

      1.000 g/20 l Thujazweige kleinschneiden, kochendes Wasser darüber schütten, bis die Zweige bedeckt sind, erkalten lassen und mit 20 l Wasser verdünnen. Vertreibt Maulwürfe und Wühlmäuse, direkt in die Gänge schütten.

      Tomatenauszug:

      1 Handvoll des Krautes gut zerdrücken, mit 1 l Wasser ansetzen und 3 Stunden ziehen lassen. Unverdünnt auf Kohlpflanzen spritzen zur Ablenkung des Kohlweißlings. Täglich wiederholen, Mi 7 – E 8.

      Tomatensud:

      1.000 g frisches Kraut/1 l kochendes Wasser zuz. etwas Schmierseife zur Verstärkung nach dem Abkühlen. Gegen Blattwespenlarven, Läuse, Milben, Raupen.

      Tomatenbrühe:

      Tomatentriebe kochen, leicht verdünnen, um den Salat gießen als Schneckenabwehr.

      Tomatenjauche:

      1.000 g/10 l. Ausgebrochene Geiztriebe verjauchen (Dauer 2 Wochen) und als Kopfdünger 1 : 20 einmal monatlich bei Tomatenpflanzen als Wachstumsförderer verwenden wie auch bei Bohnen, Gurken, Kohl, Kürbis, Paprika, Petersilie, Porree, Sellerie, Tomaten und Zwiebeln. Verdünnt 1 : 5 gegen den Kohlweißling verwenden wie -auszug, zweimal wöchentlich. Ebenso wie Brühe um die Salatpflanzen gießen als Schneckenabwehr, Salat auf keinen Fall benetzen. Verdünnung 1 : 1.

      Walnussblätterauszug:

      Je nach Verwendungsart konzentriert oder verdünnt spritzen. Wirksam gegen Schädlinge und Pilzkrankheiten. Auf den Boden sprühen vor dem Auspflanzen. Wirksamer Bestandteil Juglon.

      Wermut Artemisia absinthium:

      300 g/30 g/10 l Wasser. Blüte und Kraut, nur äußere Teile. Brühe als Abschreckung gegen Apfelwickler 1 : 3, Blattläuse, Kohlweißlingsraupen, Milben an Erdbeeren und Beerensträuchern, Möhrenfliege, Zwiebelfliege, zur Flugzeit des Apfelwicklers dreifach verdünnt.

      Wermutjauche

      im Frühjahr gegen Ameisen (in die Nester). Blattläuse, Raupen und Säulchenrost der Johannisbeere.

      Wermuttee

      (etwas aufkochen) im Frühjahr und Herbst gegen Blattlaus, Brombeer- und Erdbeermilbe sowie Kohlweißlingsraupe, unverdünnt. Mehrmals auf die Baumscheibe von Kirschbäumen gießen als Vorbeugung gegen die Kirschfruchtfliegen des folgenden Jahres. Neben Stachelbeeren pflanzen oder abgeschnittene Zweige unter die Stachelbeeren legen gegen den amerik. Stachelbeermehltau. Abends spritzen wegen Bienenflug. Blätter- und Teereste nicht auf den Kompost geben. – Kann auch gegen Ameisen direkt angewandt werden, in das Ameisennest einen Stängel der Pflanze hineinstecken.- Wird Wermuttee dreifach verdünnt in vierzehntägigem Abstand während der ganzen Vegetationsperiode über Land und Pflanzen gespritzt, werden Schädlinge ziemlich sicher abgehalten. Zusatz von Wasserglas verbessert die Wirkung. Nicht auf Salat u.ä. spritzen. Enthält die äther. Öle Phellandren, Thujon, Thujol, den Bitterstoff Absinthin, Gerbstoffe. Ernte 7 – A 9.

      Wucherblume Chrysanthemum segetum Wucherblume:

      Sie vertreibt zusammen mit dem Beifuß (Artemisia vulgaris) als Jauche Ameisen, Blattläuse, Milben und viele Pilzkrankheiten. Gelbe Farbe. Insekten- und Bienenweide. Blüte 7 – 10, 30 – 50 cm hoch.

      Zwiebeln:

      500 g/200 g/10 l Wasser. Blätter und Schalen verwenden. Als Jauche gegen Pilzkrankheiten. In 10 facher Verdünnung gegen Grauschimmel über die Pflanzen gießen, vorbeugend gegen Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln und Tomaten auf den Boden gießen, ebenso auf Baumscheiben gegen Pilzbefall der Obstbäume, in 20 facher Verdünnung gegen Möhrenfliege auf das Möhrenkraut zur Abschreckung, zweimal wöchentlich. Unverdünnt gegen die Blattfallkrankheit an Beerensträuchern. Zurückbleibende Blätter und Schalen als Mulch unter die Beerensträucher verteilen. 150 g Zwiebeln mit kochendem Wasser übergießen, 3 Stdn. ziehen lassen, durchsieben, mit 20 l Wasser verdünnen. Alle 10 – 14 Tage anwenden.

      Zwiebeltee Allium cepa:

      Tee gegen Pilzkrankheiten bei Beerenobst, Kartoffeln, Tomaten, gegen Milben, insbesondere Erdbeermilben. Kann auch gut vermischt werden mit Knoblauchtee. 500 g Zwiebeln zerhacken/10 l Wasser. Nach 2 Wochen Jauche 10 fach verdünnen, auf Boden und Pflanzen spritzen. 20 – 50 g Zwiebelschalen (können auch teilweise ersetzt werden durch Blätter von Schwarzen Johannisbeeren, Sauerampfer oder Knoblauch) 1 l Wasser. Brühe eine Woche ziehen lassen, wirkt sofort gegen Tomaten- und Kartoffelbraunfäule, Möhrenfliegen, Spinnmilben, Rote Spinnen. Durch diesen Auszug werden die Sporen des Pilzes, der die Tomate mit der Kraut- und Braunfäule infiziert, zum großen Teil abgetötet, solange sie nicht in das Gewebe eingedrungen sind. Alle 2 Tage wiederholen.

      Zwiebeljauche:

      In der Verdünnung 1 : 10 verwendet zur Pflanzenkräftigung und Vorbeugung von Pilzkrankheiten. Zwiebeln enthalten Alliin, Allicin, Polysulfide, Propanthialoxid, Vitamine. In der Schale befinden sich Flavonoide.

      Stärkungsmittel (Jauche) für Jungpflanzen nach Abtei Fulda (alle Kräuter getrocknet):

      50 g Brennessel, 10 g Salbei, 10 g Weinraute, 10 g Wermut, 20 g Wurmfarn, 20 g Zwiebelschalen =

      120 g /10 l Wasser/ 1 : 10 verdünnen.

      Pflanzen bei Pflanzung angießen, wöchentlich wiederholen. Saaten nach der Keimung gießen. Schützt gegen viele Krankheiten und Schädlinge, wie Läuse und Eulenraupen, auch gelegentlich gegen Nacktschnecken.

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        • Monika V Paul Mit Rhabarberblätterjauche hab ich dieses Jahr meine Kirsche und den Holder gespritzt, hat super funktioniert.
          Sonntag um 19:57 · Gefällt mir · 1
        • Uli Freyberg wirklich, da hat sich jemand Mühe gegeben…. cool ! – Jetzt wären Erfahrungsberichte eine feine Sache 🙂
          Sonntag um 20:09 · Gefällt mir
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