Garten, umwelt, Uncategorized

Biotonne – Ja oder Nein?

 

Bio-Tonne oder Kompost?

  • Plastik (auch keine „kompostierbare“ Plastiktüten)
  • Flüssigkeiten (auch Milch)
  • Staubsaugerbeutel
  • Windeln
  • Zigarettenkippen und Asche
  • Lederreste
  • Kleidung
  • Metall
  • Papier

  • Pflanzenöl (und andere Öle)
  • Holzprodukte
  • Styropor

Diese Dinge dürfen in die Bio-Tonne:

  • Obst-, Gemüse- und Pflanzenreste (auch von Südfrüchten)
  • Tee- und Kaffeefilter
  • Küchentücher aus Papier
  • Fisch- und Fleischreste (auch Wurst)
  • Milchprodukte
  • Brotreste (Tipps für altes Brot)
  • Sträucher und kleine Äste
  • Rasenschnitt und Laub
  • verwelkte Blumen und Balkon-Pflanzen
  • Kleintierstreu aus Stroh oder Sägespänen
  • Vogelsand

Der komplette Artikel hier

 

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Krumme Dinger ja bitte

https://www.urbia.de/magazin/gesundheit/ernaehrung/krummes-gemuese-soll-auf-den-teller

Kurz und knapp

Ein erheblicher Teil einer Ernte bleibt ausschließlich aufgrund seines Aussehens auf dem Feld liegen, wird vernichtet oder zur Energiegewinnung zweckentfremdet. ETEPETETE hat zusammen mit einem Netzwerk an Bio-Bauern ein „Auffangbecken“ für extravagant aussehendes Gemüse geschaffen. Dieses schicken wir Dir mit unserer etwas anderen Gemüsekiste frisch vom Feld vor die Haustür. Unsere Gemüseretterbox erhältst Du in Deinem gewählten Lieferintervall und Zeitfenster. Zudem verarbeiten wir das verkannte Gemüse zu köstlichen, veganen Speisen, die Ihr zukünftig im Bio-Supermarkt kaufen könnt.

weitere Anbieter ,die leckeres Gemüse oder Obst was  irgendwie nicht genormt aussieht  verbreiten …

http://www.the-good-food.de/ueber-uns/

https://etepetete-bio.de/das-konzept/

http://yes-we-can.farm/querfeld-grosshandel-krummes-gemuese/

http://www.querfeld.bio/

 

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Reparieren statt wergwerfen

Immer mehr Initiativen tun etwas für die Umwelt und den Geldbeutel.

Während die einen immer neues kaufen , versucht man hier zu reparieren  und zu erhalten. Ganz nebenbei lernt man nette Menschen kennen.

mehr hier https://www.reparatur-initiativen.de/

Überregionales Treffen

Datum: Samstag, den 21. Oktober 2017, 10:00-ca. 16:00 Uhr Ort: Haus Müllestumpe Zum Anmeldeformular – bitte bis zum 11. Oktober 2017 anmelden Das Netzwerk Reparatur-Initiativen und das Repair Café im Haus Müllestumpe, getragen von Haus Müllestumpe und Bonn im Wandel e.V., laden euch im Oktober ganz herzlich zum Vernetzungstreffen nach Bonn ein. Mit der Veranstaltung möchten wir Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung bieten und freuen uns darauf, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam offene Fragen zu diskutieren. Geplanter Ablauf: 10:00-10:30: Ankommen bei Kaffee & Tee 10:30-11:00: Begrüßung, Aktuelles aus dem Netzwerk 11:00-12:30: Vorstellungsrunde, Austausch, Themenfindung 12:30-13:30: Mittagspause (vegetarische Verpflegung auf Spendenbasis) 13:30-15:30: Themenrunden zu den Interessen der Teilnehmenden – Workshop, Kollegial …

https://www.reparatur-initiativen.de/

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Standing Rock


ŰBERSICHT ŰBER Kreditgeber   Übersicht: indigener-widerstand-gegen-trump
 

http://m.democracynow.org/stories/16610

Am Mississippi soll eine Ölpipeline verlegt werden unter dem zweitgrößten Fluss der USA. 

Das im Reservat vorhandene Öl muss mit Fracking  gelöst werden. 

Obama hatte die Verlegung der Pipeline gestoppt. 

TRUMP,  der an dem Projekt nachweislich beteiligt ist, hat die Bohrungen unverzűglich vorangetrieben. Tribal Land wurde dafűr enteignet, viele Umweltaktivisten wurden nach harten und brutalen Polizei- und Militäreinsätzen gefangen. Camps wurden beschlagnahmt auf dem Territorium der Native People. 

Eine Umweltkatastrophe droht, da der Mississippi Trinkwasser Reserven fűr Menschen und alle anderen Lebewesen bereithält. 

Stop Fracking

Stop DAPL

Stop Trump


Kredite werden űbrigens in großem Maße von der deutschen Bank gegeben n, leider fűr die Ölfirmen. Einige der Kreditgeber hier

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Sensenkurs,Baumveredlungsseminar

alte, oftmals schon in Vergessenheit geratene Handwerkskünste liegen uns sehr am Herzen :-). Daher bieten wir auch in diesem Jahr wieder drei entsprechende Kurse an. Weiter unten senden wir alle Infos. Eine Teilnahme für alle Veranstaltungen ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Der Sensen- und Dengelkurs kann als Kombination oder jeweils als Einzelkurs gebucht werden.

 18. März 2017
07. Mai 2017

 Flowers
Samstag, 18. März 2017, 15:00 – 17:30

Baumveredlungsseminar mit Thoralf Reeps

Veranstaltungsort: Parkanlage der Burg Lede, An der Burg Lede 1, 53225 Bonn-Villich

Wer an dem Veredlungskurs teilnehmen möchte, kann sich bis zum 15.03.2017 per E-Mail an den Verein oder direkt bei unserem Baumexperten Thoralf Reeps unter Tel. 0228/1808937 anmelden.

U.a. werden sechs M7 mittelstarke Apfelbäume und eine Birne auf Sämling veredelt. Thoralf nimmt unter der genannten Telefonnummer gerne weitere Wünsche entgegen. Ggf. können Kursteilnehmer auch eigene Unterlagen  und Edelreiser mitbringen

Kursgebühr: 20,- €, für Vereinsmitglieder auf Spendenbasis.

 

————————————————————————————

Sonntag, 7. Mai 2017, 09:30 – 17:30

Sensen- und Denkelkurs mit dem Sensenlehrer Hartmut Winkels

Veranstaltungsort: Streuobstwiese in 53343 Wachtberg Klein-Villip  (Wegbeschreibung auf Anfrage)

Zeitablauf: Dengelkurs von 9.30 – 13.00 Uhr, Sensenkurs von 14.00 – 17.30 Uhr

Kursbeschreibung:

Wer beim Dengeln schläft, wird beim Mähen wach!“

Diese alte Mäherweisheit bringt auf den Punkt, wie wichtig das Dengeln der Sense für das Mähen ist. In dem Halbtageskurs lernen Sie 3 verschiedene Dengelmethoden kennen u. üben diese intensiv. Beim Dengeln wird die Schneidkante (der Dengel) der Sense hauchdünn gehämmert. Dann wird der Dengel noch gewetzt. Jetzt ist die Sense superscharf. Das ist die wichtigste Voraussetzung für körperschonendes, ermüdungsfreies Mähen mit der Sense.

Am Ende des Kurses werden Sie eine Sense, entweder Ihre eigene o. eine Übungssense, gedengelt haben. Das gesamte Material u. die Werkzeuge werden vom Sensenlehrer gestellt.

Im Anschluss an den Dengelkurs nach der Mittagspause folgt ab ca. 14.00 Uhr der Sensenkurs, hier alle Infos dazu:

Einladungstext für Grundlagen-Sensenmähkurs

Möchten Sie Ihre Wiese oder Ihren Rasen fast lautlos und ohne Anstrengung mähen ?

Ohne Benzin- o. Stromverbrauch, ohne Lärm u. Abgase und total entspannt … Womit?

Mit der Sense, dem ältesten u. effizientesten Mähwerkzeug für Wiesenpflanzen!!!

In dem vierstündigen Kurs lernen Sie körperschonendes u. ermüdungsfreies Mähen mit der Sense u. Sie werden überrascht sein, wie einfach das geht !

Das gesamte Material (Sensenblatt, Sensenbaum, Wetzstein u. Behälter) stellt der Sensenlehrer zur Verfügung. Während des Kurses bitte bequeme, wetterangepasste Kleidung u. rutschfeste Schuhe tragen.

Bitte geben Sie mit Ihrer Anmeldung an, wie groß Sie sind, damit ein Sensenbaum in passender Länge für Sie bereit steht.

Kursgebühr: Die Kurse können als Einzelkurse zu einem Beitrag von jeweils 60,- € gebucht werden oder als Kombikurs für insgesamt 110,- €.

Anmeldung per E-Mail an imeinklangmitdernaturatt-online.de oder an Sensenlehrer Hartmut Winkels: mail sensenlehreratliving-earth.de

oder telefonisch 0163-6826253; 02292-931242

Weiterlesen „Sensenkurs,Baumveredlungsseminar“

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Tiefenökologie-Vortrag

http://bonnimwandel.de/2017/02/14/tiefenoekologie-handeln-aus-verbundenheit-einfuehrungsabend-und-tagesworkshop/

Einführungsabend

Mittwoch, 8.März, 19.30 im Rudolf Steiner-Haus, Thomas-Mann Straße 36, 53111 Bonn, und einem

Tagesworkshop

Samstag, 6. Mai, 10-18 Uhr ebenfalls im Rudolf Steiner-Haus

Beide Veranstaltungen können unabhängig voneinander besucht werden. Für den Tagesworkshop bitten wir um vorherige Anmeldung an
info@bonn-im-wandel.de und einen Unkostenbeitrag von 30-50 Euro.

Referenten: Christiane Kliemann und Janosch Sbeih

Rezepte, umwelt, Uncategorized

Rezeptesamlung-reichhaltig und Guuuut

Download Rezepte: lwk_herbstrezepte

 

Es ist angerichtet!
Manchmal möchte man sich etwas Besonderes gönnen. E
in gutes Essen erfreut den Gaumen und glättet die Seele. Da bieten unsere heimischen Obst- und Gemüsearten viel Genuss – auch für die festliche Tafel. Preiswert, haltbar, reich an wertvollen Inhaltsstoffen und so richtig lecker: Früchte aus der Region bieten viel Abwechslung. Lassen Sie sich mit den folgenden Rezepten doch mal überze
ugen, wie gut Steckrübe & Co wirklich schmecken!
Im Internet finden Sie unter http://www.landwirtschaftskammer.de auch in Ihrer Nähe eine Auswahl direktvermarktender Betriebe, die ein spezielles Angebot an frischen Produkten für Sie bereithalten
Landservice
Wunschhöfe –
Facetten: Vielfalt und Qualität der Angebote, Bedienkomfort, Vernetzungen
mit Onlinewerkzeugen sowie Serviceangebote mit umfangreichen Downloads…
Die Landwirtschaftskammer sagt:
Heimisches Wintergemüse – einfach köstlich!
Mit sinkenden Temperaturen steigt der Appetit auf herzhafte Gerichte.
Unsere heimische Küche bietet alles, was das Herz begehrt. Denken
Sie nur an die vielen und abwechslungsreichen Kohlarten, die zum
Schlemmen einladen.
Schon längst haben Kohl & Co ihr Image als „Arme-Leute Essen“ verloren. Heute ist es schick, aus heimischem Wintergemüse fantasievolle Gerichte zu zaubern. Wie auch immer:
unsere Region bietet feines Wintergemüse mit viel Genuss. Und die
Gesundheit ist einfach mit drin. Der hohe Gehalt an Vitaminen und
Mineralstoffen, an Ballaststoffen und anderen wichtigen Substanzen hilft uns, die kalten Monate gut zu überstehen.
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Guerillagärtnern

Stadtgärtnern mit Anleitungen hier

Umweltaktivisten und Künstler schleichen nachts durch Großstädte und verwandeln vollgemüllte Verkehrsinseln in blühende Blumen-Oasen. Der grüne Trend nennt sich „Guerilla Gardening“. art-Autorin Felicitas Rhan hat sich mit Setzlingen, Spaten und Erde ausgerüstet und in der Szene der Pflanz-Partisanen umgesehen.

Pflanzen statt Tanzen:Guerilla Gardening ist Spiel, Spaß und Kunst
Courtesy: Richard Reynolds

Tulpen als Zeichen der Eroberung. Diese Verkehrsinsel in der britischen Hauptstadt wurde erfolgreich von „Guerilla Gardener“ verschönert.

Es ist ein paar Minuten vor Mitternacht. Eine ungewöhnlich milde Frühlingsnacht im Hamburger Schanzenviertel. Ein schwarzer Ford fährt die schwach beleuchteten Straßen entlang. Der argwöhnische Fahrer schaut angestrengt aus dem Fenster, ihm ist die Gruppe Jugendlicher auf dem Gehweg suspekt, die da vermummt und mit Spaten, Eimern und Kisten bewaffnet warten. Und richtig, es sind Kriminelle. Doch ihre Mission ist alles andere als gefährlich. Sie wollen gärtnern.
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Das Auto fährt weiter, und die Gruppe macht sich an die Arbeit. Bepackt mit Pflanzensamen der Sorte „Sperlings Schmetterlingswiese“, kleinen Setzlingen von Lavendel bis zur Stechpalme, einem Sack Blumenerde, Spaten, Schaufel und einer grünen Gießkanne sucht sich die Gruppe den Ort ihres Verbrechens: den Seitenstreifen eines Gehwegs in einer kleinen Einbahnstraße. Die vier Hamburger Studenten knien vor dem Häufchen Elend, dass es zu Verschönern gilt: Im spärlichen Licht der Straßenlaternen, die die betongraue Stadtlandschaft noch trister macht, verbringen sie die nächsten zwei Stunden damit, den verödeten Seitenstreifen in ein frisches, farbenfrohes Beet aus Primeln, Krokussen, Tulpen und Immergrün zu verwandeln.

„Guerilla Gardening“ nennt sich der neue Trend, der in New York bereits in den siebziger Jahren begann, in London seine stärkste Verbreitung fand und nun auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet. Vor allem in Berlin wimmelt es von Botanik-Aktivisten und Pflanz-Partisanen. Ihr Ziel ist es, aus Gehwegen und vollgemüllten Verkehrsinseln blühende Oasen aus Blumen und Sträuchern zu machen. Dabei finden die Bepflanzungen immer nachts statt, denn „Guerilla Gardening“ ist illegal. Nur wer eine Genehmigung der Stadt hat, darf auf öffentlichen Plätzen etwas anpflanzen. Aber die Polizei – platzt sie denn einmal zufällig in eine Bepflanzungsaktion – ist meist eher amüsiert und lässt die Blumenfreunde friedlich weiterarbeiten.

Aber seit wann ist Gartenarbeit cool? Hält man als Jugendlicher Rasenmähen, neben Tischdecken und Hausschuhen, nicht für den Inbegriff des Spießigen? „Nein, durch unser soziales Engagement wollen wir diese trostlose Gegend hier verschönern“, sagt einer der Wildgärtner, der seinen Namen nicht nennen möchte. „Außerdem gefällt uns der Gedanke, dass wir etwas Verbotenes tun, was aber eigentlich jeder gut findet. Wer will denn nicht lieber Blumen vor seiner Haustür haben, anstatt Müll und Unkraut?“, sagt ein anderer, der sich komplett in seinen schwarzen Kapuzenpulli hüllt. So wird plötzlich Gartenarbeit aufregend, spannend und zur neuen Freizeitgestaltung: Umgraben statt Angraben, Pflanzen statt Tanzen. Ein Mädchen der Hamburger Gartentruppe liebäugelt mit den Primeln, die sie gerade gepflanzt hat. „Wie schön wäre es, wenn überall in der Stadt die Gehwege so hübsch aussähen wie hier.“
„Ein guter Guerillero kann alleine und im Team arbeiten“

Die Ideen und Intentionen der grünen Kampftruppen sind so verschieden wie die Blumen, die sie pflanzen. Einigen geht es um politische Aussagen, sie pflanzen vorzugsweise Disteln auf Golfplätze, Brennnesseln in Parks von Vorstandsvorsitzenden oder stören Gentechnik-Freilandversuche durch heimliches Zwischensäen von natürlichen Pflanzen. Anderen geht es schlicht um die Verschönerung ihres Stadtteils. Als „Heinzelmännchen-Gärtner“ engagieren sie sich heimlich in ihrer Nachbarschaft und graben, jäten und sähen in Gemeinschaft gleichgesinnter Samenspender.

Der Brite Richard Reynolds ist Europas bekanntester Guerilla-Gärtner. Tagsüber arbeitet der 31-Jährige als Werber, und nachts schleicht er sich mit seinen grünen Rächern durch Londoner Straßen – ständig auf der Suche nach dem nächsten Unkraut. Alles begann, als er 2004 im Alleingang anfing, seine Londoner Wohngegend zu bepflanzen. Heute zählt seine Webseite GuerrillaGardening.org über 4000 Mitglieder. „Ich teile sie in Truppen ein und gebe ihnen Nummern. Aber natürlich sind nicht alle Registrierten wirklich aktiv. Aber ich gebe mein Bestes, sie zu überzeugen!“, erzählt Reynolds. Termin und Ort der Aktion werden in Internetforen vereinbart, und dann trifft man sich in Gruppen oder arbeitet allein. „Ein guter Guerillero kann alleine und im Team arbeiten,“ sagt der Anführer.

Aber ist diese Gartenarbeit auch Kunst? Die Gruppe „Kampolerta“ aus Wien verbindet das Gärtnern mit dem Kreativen. Mit kleinen Aktionen wie dem Projekt „Phoenix“ – bei dem sie Aschenbecher in der U-Bahn mit Blumen bepflanzten – versucht die 24-köpfige Gruppe, die hauptsächlich aus Landschaftsplanern besteht, neue Sichtweisen auf den öffentlichen Raum zu evozieren. „Wir bewegen uns zwischen den Feldern Urbanismus, Landschaftsarchitektur und Kunst“, erklärt ein Mitglied. Aber „ob sich Guerillia Gardening als Kunstrichtung und nicht auch als soziale, stadtgestaltende, raumgreifende Bewegung versteht, bleibt für uns ungeklärt und ist auch nicht eindeutig zu kategorisieren“, meinen die Wiener Hobbygärtner. „Für einige Guerilla Gardener ist das definitiv Kunst“, sagt
Reynolds, „für andere weit davon entfernt, sie sehen es als einfaches Gärtnern. Der Akt der Handlung ist das Ereignis, es ist wie Straßen-Theater. Leute halten an, fragen, denken, debattieren, machen Fotos und befassen sich damit.“
„Es macht Spaß, ist irgendwie cool und sieht schön aus“

Betrachtet man die Kunstgeschichte, so gibt es zahlreiche Aktionen, die man heute als „Guerilla Gardening“ bezeichen könnte. Joseph Beuys hatte zwar die Genehmigung der Stadtverwaltung für sein Projekt „7000 Eichen“ (1982) in Kassel, aber auch ihm ging es dabei um eine klassische Aufforstung mit dem Ziel, den urbanen Lebensraum nachhaltig zu verändern. Ähnlich sieht es Ben Wagin, der mittlerweile 77-jährige Umweltaktionist und Baumpate aus Berlin. Als er Bäume an der Berliner Mauer für sein Kunstwerk „Parlament der Bäume“ (1990) eingrub, verfügte er zwar über keine Erlaubnis, dafür aber über die Mithilfe zahlreicher prominenter Gärtner. Und auch der holländische Künstler Helmut Smits pflanzte für die Kunst. Für seine Arbeit „Tree in front of a billboard“ (2006) setzte er einen Baum direkt vor eine Werbetafel. „Ich kam darauf, weil ich die ansteigende Informationsflut satt hatte,“ sagt der in Rotterdam lebende Künstler.

Trotz aller Parallelen ist „Guerilla Gardening“ mehr Handwerk als Kunst. Natürlich kann das Pflanzen von symbolischen Blumen oder auch die Farbwahl der Sträuchern einen tieferen Sinn haben und ist dann meist auch Ausdruck einer Gesellschafts- oder Systemkritik. Aber vor allem taucht der Spaß- und Abenteuerfaktor immer wieder als Begründung für die Pflanzaktionen auf: „Eine richtige Zurückeroberung der Straßen wirkt eben nachts besser und ist auch lustiger,“ meinen die Hamburger Wildgärtner. Man könnte fast glauben, dass zum neuen Öko-Bewusstsein der heutigen Gesellschaft nun auch die abenteuerliche Gartenarbeit dazugehört. Wem Öko als Lifestyle à la Lohas (Lifestyle of Health and Sustainability) mit seinen Alnatura-Discountern, den Aldi-Bio-Produkten, dem Trendgetränk „Bionade“ und den H&M-Ökotextilien aus kontrolliert biologischem Anbau schon wieder zu langweilig und mainstreamig ist, der sucht das Außergewöhnliche im Illegalen.

Offen bleibt die Frage, ob sich die nachts so begeisterten Guerilla Gardener auch für die Nachbarschaftspflege einsetzen würden, wenn das Untergrundgärtnern den Reiz des Außergewöhnlichen und Verbotenen verlieren und völlig legal tagsüber stattfinden würde. Die vier Studenten aus Hamburg sagen: „Natürlich! Allerdings haben wir tagsüber Uni. Aber es macht Spaß, ist irgendwie cool und sieht schön aus.“ Na dann. Es gibt viel zu tun, pflanzen wir’s ein!
Mehr zum Thema im Internet

Die Webseite Richard Reynolds (mit deutschem Forum)
Das Gartenpiraten-Portal (mit Links und Tipps)
Blog zur Kultur der Natur

Felicitas Rhan
10.04.2008

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